Ich gebe Ihnen Zeit dafür. Nichts drängt Sie, einen Schritt des Abschiedweges zu gehen, ohne dass Sie dafür bereit sind. Nur selten gibt es äußere Einflüsse, die die Zeit für den Abschied vorgeben.
Die Erlebnisse eines bewusst gegangenen Abschiedsweges können Ihnen helfen, den Verlust eines nahestehenden Menschen anzunehmen. Mögen Sie sich auf diesem Weg getragen und bei mir gut aufgehoben fühlen.
Der Eintritt des Todes
Wenn Sie mich anrufen, weil ein geliebter Mensch verstorben ist, besprechen wir kurz, was als Nächstes zu tun ist und ob Sie eine Aufbahrung des Verstorbenen wünschen.
Ist der Tod zu Hause eingetreten, rufen Sie bitte den Hausarzt an, damit er den Tod feststellen und den sog. Totenschein (Leichenschauschein) ausstellen kann. Wenn die Praxis des Hausarztes nicht erreichbar ist, wählen Sie bitte die Nummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117.
Rufen Sie mich gerne schon an, bevor der Tod eintritt. Wir besprechen, wie ich Sie gegebenenfalls jetzt schon unterstützen kann und was Sie unmittelbar nach dem Tod tun können. Es kann entlastend sein, diese Dinge schon zu klären und sich dann dem sterbenden Menschen in Ruhe zuwenden zu können.
Das erste Gespräch
Für unser erstes Gespräch komme ich zu Ihnen nach Hause oder wir treffen uns an einem anderen Ort Ihrer Wahl. Ich höre Ihnen in Ruhe zu, wenn Sie mir von sich und von dem Verstorbenen erzählen. Mich interessieren die Geschichten des zu Ende gegangenen Lebens. Daraus ergibt sich manchmal schon, welchen Schritt des Abschiedsweges Sie als nächstes gehen wollen.
Wir klären die unmittelbar wichtigen Dinge, wie z.B. die Formalitäten für das Standesamt, und – falls Sie es schon entschieden haben – die Art der Bestattung (Erdbestattung oder Feuerbestattung). Dabei informiere ich Sie transparent über alle Möglichkeiten und die anfallenden Kosten, soweit sie schon absehbar sind. Meist ist das genug für den Moment.
Die begleitete Abholung
Ich begleite Sie bei der Abholung Ihres Verstorbenen aus der Wohnung, dem Pflegeheim oder dem Hospiz. Es ist oft ein schmerzhafter Moment, sich von dem Verstorbenen physisch zu trennen und ihn gehen zu lassen. Ich komme mit ausreichend Zeit vor der Abholung zu Ihnen. So können Sie diesen Schritt in ihrem eigenen Rhythmus gehen.
Selbstverständlich ist eine Abschiednahme am offenen Sarg auch später noch möglich.
Nach der Abholung wird der Verstorbene in einen Kühlraum gebracht. Die Kühlräume befinden sich am Richardplatz in Rixdorf/Neukölln. Von hier aus erfolgt später die Überführung zum Friedhof, in das Krematorium oder zum Ort der Abschiedsfeier.
Die Aufbahrung
Bei einer Aufbahrung bleibt der Verstorbene unmittelbar nach seinem Tod noch für bis zu 36 Stunden zu Hause oder er wird in einen Aufbahrungsraum gebracht. Manchmal haben Angehörige das Gefühl, dass mit dem Tod die Zeit stehen bleibt. Mit einer Aufbahrung können sie noch in der „angehaltenen Zeit“ verweilen. So kann der erste Abschied mit viel Ruhe erlebt werden.
Totenfürsorge und Abschiednahme
Die gemeinsame Totenfürsorge ist eine andere Möglichkeit, dem Verstorbenen einen letzten liebevollen Dienst zu erweisen. Beim gemeinsamen Waschen und Ankleiden bereiten wir ihn für seine letzte Reise vor.
Bei einer Abschiednahme können Sie den Verstorbenen noch einmal in Ruhe im offenen Sarg sehen und sich von ihm verabschieden.
Diese Schritte können hilfreich sein, dass friedvolle Erlebnisse Sie auf Ihrem Abschiedsweg begleiten.
Gestaltung des Abschiedsweges
In einem nächsten ausführlichen Gespräch klären wir in Ruhe, wie der weitere Weg des Abschieds gestaltet werden soll. Wir besprechen die vielen kleinen Details, die Ihnen einen Abschied nach Ihren Bedürfnissen ermöglichen können. Wenn eine Abschiedsfeier stattfinden soll, reden wir gemeinsam über alle Dinge, die dafür bedacht sein wollen.
Die Abschiedsfeier
Die Abschiedsfeier für Ihren Verstorbenen ist ein einmaliger Moment. Die Persönlichkeit und das Leben des Verstorbenen stehen im Mittelpunkt des festlichen und würdevollen Abschieds.
Die Beisetzung
Die Beisetzung findet entweder unmittelbar nach einer Abschiedsfeier oder unabhängig von einer Abschiedsfeier in Stille statt.
Das Grab
Wenn Sie eine Grabstelle auswählen wollen, gibt es einige grundlegende Fragen zu beantworten. Brauchen die Angehörigen eine Grabstelle, zu der sie hingehen können? Wo soll sich das Grab befinden? Möchten Sie ein Grab mit verlängerbarer Nutzungsdauer? Gibt es Menschen, die das Grab selbstständig pflegen wollen? Sollte die Grabstelle auf kurzen und ebenen Wegen leicht zugänglich sein? u.v.m.
Manchmal gibt es bereits eine Grabstelle in der Familie, in die ein Sarg oder eine Urne zugebettet werden kann. Manchmal hat der Verstorbene schon zu Lebzeiten verfügt, wo er begraben sein möchte.
Zu allen Fragen rund um die Grabstelle berate ich Sie gern ausführlich.
Das Nachgespräch
Nach der Beisetzung, etwa 6 Wochen nach dem Sterbetag, biete ich Ihnen ein Nachgespräch an. Wir schauen zurück auf den Abschiedsweg und sprechen über die Dinge, die Sie bewegen und die Sie mit mir teilen wollen. Wir bewegen im Gespräch, wie Sie mit dem Erlebten umgehen oder ob Sie sich zusätzliche Unterstützung im Trauerprozess wünschen.
FAQ – Häufige Fragen
Ich möchte nichts selbst machen. Erledigen Sie alles für mich?
Selbstverständlich können Sie sämtliche Tätigkeiten an mich abgeben. Ich stimme alle Entscheidungen sorgfältig mit Ihnen ab. So sind Sie sicher, dass Sie den Abschiedsweg nach Ihren Bedürfnissen gehen können.
Kann ich einen Schritt auslassen?
Alle Schritte, über die wir sprechen, sind Angebote. Sie müssen sie nicht gehen, sie können es gern tun. Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden, sollte sich der Abschiedsweg für Sie gut und stimmig anfühlen.
Machen Sie auch eine Abholung aus der Wohnung ohne Aufbahrung?
Wenn Sie eine umgehende Abholung des Verstorbenen aus dem Zuhause wünschen, kümmere ich mich gern darum. Wir besprechen, ob und wie Sie bei der Abholung dabei sein möchten. Ich begleite Sie nach Ihren Wünschen. Es darf alles sein.
Selbstverständlich können Sie auch später noch am offenen Sarg Abschied nehmen.